Her Morning Elegance: 2096 statische Bilder erzählen eine bewegende Geschichte

Für meine Medienanalyse habe ich mir das Musikvideo „Her Morning Elegance“ aus dem Jahr 2009 von Oren Lavie ausgesucht. Lassen wir uns in die Träume der Protagonistin entführen und uns ihre Geschichte in 2096 statischen Bildern erzählen:

Oren Lavie: https://www.youtube.com/watch?list=PL047920DD5CE0FF62&v=2_HXUhShhmY (Drehbuch, Regie, Schnitt: Oren Lavie, Yuval Nathan, Merav Nathan; Fotografie: Eyal Landesman)

Das Musikvideo konnte mit gut 27,6 Millionen YouTube-Clicks einen großen Erfolg erzielen. Unter anderem war das Video 2009 für einen Grammy als bestes Musikvideo nominiert und wurde auf zahlreichen Filmfestivals ausgestrahlt und prämiert: Cannes Lions Int’l Advertising Festival 2010 | L.A. Film Festival and SXSW 2010 | erster Preis als Musikvideo beim Animationsfilm-Festival Stuttgart | bester unabhängiger Kurzfilm 2010 beim Asif Tel Aviv animation festival.

Auf der Homepage (http://www.hmegallery.com/home.php) wird der Film als „pop-art phenomena and the most successful stop motion video ever“ beschrieben.

In den folgenden Wochen möchte ich darauf eingehen, wie dieser Film anfängt durch die Form des Stop-Motion-Formats mit statischen Fotos zu erzählen.
Unter anderem möchte ich auf Lessings Aufteilung in Zeit- und Raummedien beziehungsweise Zeit- und Raumkunst eingehen. Und wie dieses Musikvideo vielleicht eine transmediale Brücke schlagen kann. Beziehungsweise, wie man den Begriff „Intermedialität“ nach Irina Rajewsky auf dieses Beispiel anwenden kann. Wie hängen Musik und Bild zusammen?
Außerdem möchte ich histoire und discours in meinem Beispiel voneinander unterscheiden. Was erzählt uns dieser Film? Wie wird das Ganze erzählt?
Wichtig ist vor allem, dass das ganze Geschehen an nur einem Ort stattfindet: auf der Matratze. Wir werden aber an viele verschiedene Plätze geführt, sei es in die U-Bahn oder unter Wasser. Alltagsgegenstände werden zweckentfremdet: Kissen werden zu Wolken oder Treppen, Socken zu Blättern oder Fischen. Ich möchte mit Winfried Nöths semiotischen Begriffen analysieren, wie Symbol, Index und Ikon zusammenspielen, damit wir die unterschiedlichen Orte und Ereignisse wahrnehmen und richtig zuordnen können.
Außerdem möchte ich auf die Kameraeinstellung eingehen und analysieren, was diese im Rezipienten auslösen kann und versuchen die Fokaliserung zu beschreiben.

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