Zusatzinformation durch Bilder

Leider kommt mein Blogeintrag dieses mal verspätet und er ist auch noch nicht so ausführlich, wie ich es gerne hätte. Zeitlich hat es mir nur für eine Untersuchung der zusätzlichen Informationen durch einzelne Bilder gereicht.

Ich habe mir hierfür einige Motive herausgesucht, zu denen zu dem Zeitpunkt, an dem die Bilder erscheinen, noch nichts oder gar nichts gesagt wird. Es sind somit Zusatzinformationen. Die Untersuchung beschränkt sich lediglich auf einige Bildmotive; die Schrift habe ich (noch) außen vor gelassen.

Min. 0:15: Plakat „What Would Albert Do?“, Bekanntes Motiv mit

Min. 0:15
Albert und Atom

Einstein, wie er seine Zunge herausstreckt – Gleich zu Beginn wird die Verknüpfung zu einem der berühmtesten Physiker geschaffen. Funktion der Bekanntheit und Glaubwürdigkeit.

Min. 0:15, unter Einstein: Plakat „Atoms & Molecules“ mit Abbildung von Molekülen und eines Atoms. Das Atom-Motiv ist ein Symbol, das jeder erkennen sollte. Es ist ebenfalls auf Bergmanns Anzug. Die erste Einstellung zeigt also bekannte Bilder und Symbole. Der/die Rezipient_in weiß gleich, worum es geht.

Min. 1:55: The Invisible Man – Anspielung auf den gleichnamigen Roman von H. G. Wells aus dem Jahr 1897, der auch mehrmalig verfilmt wurde. Es geht um den Wissenschaftler Griffin, der sich beim Experimentieren im Labor selber unsichtbar macht. Dient hier als Hinweis darauf, dass etwas (in diesem Fall der Nukleus bei einer Atomgröße einer Blaubeere) unsichtbar ist, bevor diese Information mündlich gegeben wurde.

The Invisible Man in "How Small are Atoms?", "What's invisible?" und "If Superpowers were Real"
The Invisible Man in „How Small are Atoms?“, „What’s invisible?“ und „If Superpowers were Real“

Außerdem könnte es eine Anspielung aufweitere TED-Talks sein, in denen The Invisible Man ebenfalls auftaucht, bspw. in „What’s Invisible? (http://youtu.be/8EUy_82IChY) und in „If Superpowers Were Real – Invisibility“ (http://youtu.be/w-YLJ-pHRhA) spielt er sogar eine große Rolle. (Ich bin mir nicht sicher, inwiefern das Absicht ist, jedenfalls ist es auffällig, dass das gleiche Motiv öfter vorkommt.)

Min. 2:30: Murmel wird gezeigt, bevor er sie nennt. Das führt zu einem schnelleren Verständnis. Er redet schon recht lange über die Größe des Nukleus und der Rezipient möchte endlich die Antwort hören. So erscheint das Bild, wird verarbeitet und das Motiv wird schließlich benannt.

Min. 3:06: Hufeisen – stehen für elektromagnetische Felder. Jeder kennt die Hufeisenförmigen Magnete und nicht-Naturwissenschaftler können sich so leichter vorstellen, worum es geht, als wenn tatsächlich die Felder eingezeichnet werden.

ab Min. 3:20 in der Küche: unter anderem: Auto auf Wage, Das Auto auf der Wage wird später erklärt und hat in diesem Moment noch eine lustige/“bizarre“ Wirkung.

Min. 3:20: Affe mit rosa Schürze – ebenfalls bizarre Wirkung. Falls der Affe als weitere Anspielung, ähnlich wie bei Invisible Man gemeint ist, habe ich sie nicht verstanden. Kann mir da jemand weiterhelfen? Genauso bei der Maus im Kopf bei Min. 0:28. Soll das einfach bedeuten, dass Bergmann an eine Maus denkt und dann wird in die Maus gezoomt, um darzustellen, dass sie aus kleinen Teilchen besteht, oder ist da mehr? Was denkt ihr?

Die Maus im Kopf
Die Maus im Kopf

2 Responses

  1. Ich denke auch, dass die Maus nur zur Illustration dienen soll, um sich die Größenverhältnisse besser vorstellen zu können (Gehirn – Maus – Laus auf der Maus – Blutkörperchen der Laus usw.). Vor allem, da sie auch in der Zusammenfassung bei min 4:46 noch einmal auftaucht. Würdest du sagen, dass es noch eine Art zweite Ebene der Bilder bzw. einzelne Bilder gibt, die schlicht der Belustigung des Zuschauers dienen sollen und nicht der Vermittlung von Wissen?

  2. Danke!
    Ich denke nicht, dass dafür eine extra Ebene nötig ist. Bzw. es kommt darauf an, nach welchem Schema man Ebenen aufstellt. Wenn man Ebenen der Wissensvermittlung, der Belustigung, der absichtlichen Verwirrung etc. aufstellt, könnte man das sicher dort einteilen. Wenn man aber bspw. nach Pfister geht, finden die Witze oder kleinen Winks auf den Ebenen statt, auf denen alle anderen Informationen auch übermittelt werden. Ich hab mich entschieden, das Video nicht nach Erzählebenen einteilen, wie z.B. Kuhn es so schön macht; es ist aber auch eine spannende Sache

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