Das Märchen von den drei Brüdern

Geschichte in einer Geschichte – ja und?

Meinen Analysegegenstand hatte ich ursprünglich hauptsächlich deswegen ausgewählt, weil ich ihn interessant fand und die Bilder bzw. das Visuelle eine besondere Rolle spielten. Das schien den Filmausschnitt für eine Medienanalyse im Rahmen dieses Seminars zu qualifizieren.

Eine konkrete Fragestellung zu finden, anhand derer sich auch die besprochenen Themen und Texte einbinden lassen, gestaltete sich als schwieriger. Letztendlich wollte ich der folgenden ziemlich allgemeinen Frage nachgehen: Mit welchen erzählerischen und stilistischen Mitteln wird die Geschichte in der Geschichte im Film eingefügt?

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Fokalisierung bei einer Geschichte in der Geschichte – Ein Problem

Letzte Woche hatte sich mein Post ausgehend vom Text von Markus Kuhn mit den Instanzen im Film beschäftigt. Dabei habe ich versucht, die Trennung von visueller (VEI) und sprachlicher Erzählinstanz (SEI)anzuwenden. In diesem Beitrag möchte ich dementsprechend versuchen, einen weiteren Aspekt, den der Fokalisierung auf mein Beispiel anzuwenden.

Wie viel Information gibt dieses Bild?
Wie viel Information gibt dieses Bild?

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Diegetische Ebenen und Instanzen einer Geschichte in der Geschichte

In meinem letzten Beitrag habe ich die verschiedenen Ebenen, die mein Analysebeispiel hat, allgemein beschrieben. Nun möchte ich versuchen, diese auf eine wissenschaftlichere Weise darzustellen.

Als Grundlage dafür nehme ich den Text von Markus Kuhn, über den wir im Seminar bereits ein wenig gesprochen haben. Mein Plan ist, wenn wir den Text nächste Woche ausführlicher behandeln, auch meine Analyse diesbezüglich weiterzuführen.

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Herausstellung einer Geschichte in der Geschichte

Da ich festgestellt habe, dass mein Analysebeispiel doch etwas verwirrend ist durch verschiedene Medien und Ebenen, möchte ich in diesem Beitrag versuchen, eine Übersicht zu geben. Geschichten in Geschichten haben stets eine ganz spezielle Funktion. Gerade an diesem Beispiel lässt sich die Wichtigkeit durch die explizite Aufbereitung erkennen.

Die Märchen von Beedle dem Barden - eigentlich fiktiv
Die Märchen von Beedle dem Barden – eigentlich fiktiv

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Das Problem einer Fragestellung und Chatmans Erzählbegriff

Für meine Analyse einen Corpus und eine übergeordnete Fragestellung wirklich festzulegen, schien mir gar nicht so einfach. Dadurch, dass ich nur einen bestimmten Ausschnitt des ganzen Films gewählt habe, habe ich meinen Analysegegenstand schon mal von vornerein spezifischer bestimmt.
Um weiter einzugrenzen, habe ich mir die folgende Frage gestellt: Was ist das Besondere, wieso ich dieses Beispiel genommen habe? Denn es muss schließlich einen triftigen Grund geben, warum mir dieser Gegenstand für eine Medienanalyse geeignet schien.

Das Besondere, was mich an dieser Sequenz fasziniert hat, ist die Einbettung einer animierten und somit zum Rest völlig abgegrenzten Sequenz in den Film. An dieser Stelle haben wir es mit mehreren Ebenen der Geschichte zu tun, was dem Filmzuschauer deutlich gezeigt wird. Continue reading

Das Märchen von den drei Brüdern: Geschichte in der Geschichte

„Es waren einmal drei Brüder…“ klingt wie der Anfang eines traditionellen Märchens. In gewisser Weise ist es das auch. Nur dass es sich bei diesem Märchen um ein traditionelles Märchen aus der Zaubererwelt handelt und nicht aus unserer. Das Märchen von den drei Brüdern wurde uns „Muggeln“ also erst durch J.K. Rowling zugänglich.
Oder anders gesagt, das Märchen wurde erst vor einigen Jahren (schätzungsweise im Jahr 2005/2006) von J.K. Rowling für den siebten und letzten Harry Potter-Band, „Harry Potter und die Heiligtümer des Todes“ (2007), erfunden. Im Jahr 2008 erschien es dann auch in einer Sammlung als Begleitbuch unter dem Titel „Die Märchen von Beedle dem Barden“. Und auch in der Verfilmung konnte diese Erzählung nicht fehlen. Continue reading