Her Morning Elegance

„Her Morning Elegance“ ist ein Musikvideo von Oren Lavie aus dem Jahr 2009. In 2096 statischen Bildern erzählt uns dieser Film den Tagtraum der Protagonistin. Alltagsgegenstände werden zweckentfremdet und wir werden an unterschiedliche Orte geführt, ohne dass wir den eigentlichen Schauplatz – ihre Matratze – verlassen. In der Medienanalyse wird untersucht, inwiefern die Bilder und der Liedtext zusammenhängen und ob die diachron aneinander gereihten Bilder auch eigenständig erzählen könnten.

Her Morning Elegance: Fazit

Wie soll man etwas beenden, was noch lange nicht fertig sein kann…? Eine Frage, die sich wohl genauso ausweiten lässt wie mein Medienanalysebeispiel. Im Laufe meiner Analyse überlegte ich mir selbst immer wieder: „Was analysiere ich eigentlich? Wohin geht meine Analyse? Wo liegt der Schwerpunkt? Wie finde ich die EINE Fragestellung, die all das zusammenfasst, was dieser Film zeigt?“

Ist das Ziel schon in Sicht? Wohin entwickelt sich meine Medienanalyse? http://img.uvumi.com/photos/1368/big/-her-morning-elegance-walking-sequence.jpg, zugegriffen am 17.02.15
Ist das Ziel schon in Sicht? Wohin entwickelt sich meine Medienanalyse? http://img.uvumi.com/photos/1368/big/-her-morning-elegance-walking-sequence.jpg, zugegriffen am 17.02.15

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Her Morning Elegance: Diegetische Ebenen nach Kuhn

Bevor ich zu einem abschließenden Fazit meiner Medienanalyse komme, möchte ich in diesem Blogpost auf die Filmnarratologie von Markus Kuhn und dessen erzähltheoretisches Modell eingehen. Ausgehend von einer literaturwissenschaftlichen Theorie entwickelte er das Modell weiter, um dieses auf das Medium Film anzuwenden.

Nach dem Modell der narrativen Kommunikationsebenen und Instanzen nach Markus Kuhn (vgl. Kuhn (2013): S. 83)
Nach dem Modell der narrativen Kommunikationsebenen und Instanzen von Markus Kuhn (vgl. Kuhn (2013): S. 83)

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Her Morning Elegance: Akustische und optische Reize

Zu Beginn meiner Analyse bin ich von einer Dominanz der Bilder ausgegangen. Gerade durch die starke visuelle Prägung in heutiger Zeit und dem Seminartitel „Erzählen Bilder?“ habe ich zuerst den Fokus auf die Fotoabfolge gelegt. Siegfried Kracauer sagt zur Dominanz der Bilder Folgendes: „Das Medium Film, so scheint es, kann der Musik keine Hauptrolle gestatten und muss daher automatisch ihren Prioritätsanspruch zurückweisen.“ (zitiert nach Rösing (2003): S. 9)

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Her Morning Elegance: Ton und Bild | Hand in Hand

Hand in Hand: Her Morning Elegance #1904: http://www.hmegallery.com/photos.php,                Stand: 17.01.15
Hand in Hand: Her Morning Elegance #1904: http://www.hmegallery.com/photos.php, Stand: 17.01.15

Im folgenden Beitrag möchte ich die Verbindung von Lied und Bild genauer betrachten und der Frage nachgehen, inwieweit uns der Text beim Verständnis der Fotoabfolge hilft, dass wir die histoire des Visuellen verstehen können.
Zu Beginn möchte ich auf den Unterschied von Sprache und Bild eingehen. In seiner Dissertation „Zur Sprachlichkeit von Bildern“ beschreibt Rolf Wedewer die verschiedenen Funktionen der beiden Medien. Bilder seien vieldeutig und haben das Ziel, etwas zu repräsentieren. Dem gegenüber stehe die Sprache, oder in diesem Fall der gesungene Text, der nach Eindeutigkeit strebe (vgl.: Rolf Wedewer (1984): S.4).
Wie uns dieser eindeutige Text hilft, die vieldeutigen und auf den ersten Blick nicht immer gleich ersichtlichen Aussagen der Bildabfolge zu verstehen, möchte ich anhand des Refrains und der Sequenz von 1:05 bis 1:30 analysieren. Continue reading

Her Morning Elegance : eine spielerisch leichte Medienkombination?

Das Musikvideo von Oren Lavie suggeriert eine gewisse Leichtigkeit. Die Protagonistin scheint über die Straße zu schweben, durch Wolken zu fliegen und im tiefsten Meer unterzutauchen. Durch den sanften Klang der Musik und die inszenierte und durchdachte Bildreihenfolge vermittelt das gesamte Musikvideo eine spielerisch leichte Atmosphäre. Diese entsteht vor allem durch das Zusammenwirken von Bild und Ton. Deshalb wird sich der folgende Beitrag mit der Kombination der verwendeten Medien beschäftigen. Gibt es auch hier eine fließende und leichte Kombination der verschiedenen Formen?

Hell - Dunkel: Eine klare Trennung zwischen Ton und Bild? Her Morning Elegance #1405: http://www.hmegallery.com/photos.php, Stand: 08.01.15
Hell – Dunkel: Eine klare Trennung zwischen Ton und Bild?
Her Morning Elegance #1405: http://www.hmegallery.com/photos.php, Stand: 08.01.15

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Der Traum und die Musik: „A cello lying in its case“ – Her Morning Elegance

In meinem dritten Blogeintrag möchte ich meine Fragestellung etwas genauer definieren. In den nächsten Beiträgen möchte ich mich vor allem darauf konzentrieren, inwiefern der Liedtext und die Bilder zusammenhängen. Was wird auf beiden Ebenen jeweils erzählt? Ergänzen sich diese beiden Medien oder vermitteln sie dem Rezipienten zwei völlig unterschiedliche Dinge? Könnten die Bilder sogar selbstständig erzählen?

Her Morning Elegance #0361: http://www.hmegallery.com/photos.php, Stand: 21.12.14
Her Morning Elegance #0361: http://www.hmegallery.com/photos.php,                Stand: 21.12.14

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Lessing 2.0: Was macht einen Stop-Motion-Film aus?

Dieser Beitrag wird sich mit der theoretischen Sichtweise auf die Form des Stop-Motion-Films beziehen. Ganz sachlich betrachtet haben wir in meinem Analysebeispiel „Her Morning Elegance“ eigentlich keine bewegten Filmaufnahmen, sondern nur aneinandergereihte Fotos zu betrachten. Besser gesagt 2096 Bilder, die größtenteils aus der gleichen Perspektive aufgenommen wurden. Doch wie können diese Bilder erzählen?
Bei einem Stop-Motion-Film werden die Protagonisten beziehungsweise Objekte des Films von Bild zu Bild minimal verändert oder bewegt. Continue reading

Her Morning Elegance: 2096 statische Bilder erzählen eine bewegende Geschichte

Für meine Medienanalyse habe ich mir das Musikvideo „Her Morning Elegance“ aus dem Jahr 2009 von Oren Lavie ausgesucht. Lassen wir uns in die Träume der Protagonistin entführen und uns ihre Geschichte in 2096 statischen Bildern erzählen:

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