semiotik

Dri Chinisin: Bestandsaufnahme.

Im folgenden Post möchte ich meine bisherige Analyse rekapitulieren, indem ich mich bemühe, die verschiedenen Überlegungen im Hinblick auf die Fragestellung nach der Intermedialität einer Erzählinstanz einzuordnen. Ausgangspunkt meiner Medienanalyse war Irina Rajewskys Intermedialitäts-Begriff, vor dessen Hintergrund ich die bestehende intermediale Beziehung zwischen dem Ursprungsmedium der Erzählung und der Comicadaption herausstellen und den bestehenden Medienkontakt eindeutig verorten konnte.  Continue reading

Her Morning Elegance: Ton und Bild | Hand in Hand

Hand in Hand: Her Morning Elegance #1904: http://www.hmegallery.com/photos.php,                Stand: 17.01.15
Hand in Hand: Her Morning Elegance #1904: http://www.hmegallery.com/photos.php, Stand: 17.01.15

Im folgenden Beitrag möchte ich die Verbindung von Lied und Bild genauer betrachten und der Frage nachgehen, inwieweit uns der Text beim Verständnis der Fotoabfolge hilft, dass wir die histoire des Visuellen verstehen können.
Zu Beginn möchte ich auf den Unterschied von Sprache und Bild eingehen. In seiner Dissertation „Zur Sprachlichkeit von Bildern“ beschreibt Rolf Wedewer die verschiedenen Funktionen der beiden Medien. Bilder seien vieldeutig und haben das Ziel, etwas zu repräsentieren. Dem gegenüber stehe die Sprache, oder in diesem Fall der gesungene Text, der nach Eindeutigkeit strebe (vgl.: Rolf Wedewer (1984): S.4).
Wie uns dieser eindeutige Text hilft, die vieldeutigen und auf den ersten Blick nicht immer gleich ersichtlichen Aussagen der Bildabfolge zu verstehen, möchte ich anhand des Refrains und der Sequenz von 1:05 bis 1:30 analysieren. Continue reading

Dri Chinisin: Zeichnen und Zeigen.

Bevor in einem nächsten Schritt die Erzählsituationen in Comic und Prosatext verglichen werden sollen, widme ich mich zum wiederholten Mal der Beschreibung der medialen Oberfläche, diesmal unter besonderer Berücksichtigung sich ergebender Zeichenrelationen. Dabei beziehe ich mich auf Kategorien aus Pierces Zeichentheorie, argumentiere aber auch in Anlehnung an Chatmans semiotische Erzähltheorie. Continue reading

Dri Chinisin: Layout, Schrift und Bild.

In diesem Beitrag möchte ich mich um eine systematische Erfassung des mir vorliegenden Untersuchungsgegenstands bemühen, den ich bis auf weiteres eingegrenzt habe auf die Erzählung Ein Tag, der zuletzt doch nicht im Sande verlief. Im Fokus stehen das Layout und das medienspezifische Verhältnis von Schrift und Bild.  Continue reading

Black Hole #4: Semiotik nach Peirce – Ein zweiter Versuch

Mein erster Versuch, die Kapitelmotive im Verhältnis zu ihrem weiteren Auftauchen in Verlauf des Comics zu untersuchen, soll nun korrigiert werden. Dazu muss jedoch angemerkt werden, dass eine Zeichen-Kategorisierung nach Pierce immer vom Blickwinkel abhängt. Der Weimarer Medienwissenschaftler Lorenz Engell spricht dabei in einer seiner Vorlesungen über Peirces Semiotik von mehreren „Schichten freilegen“(1). Man könne innerhalb eines Zeichens wiederrum einzelne Unterdifferenzierungen in grundlegendere und darauf aufbauende Aspekte unternehmen. Auch zeigt Engells, dass Peirce sein Gerüst nicht starr und statisch konstruiert, sondern dass Zeichen von ihm auch als Prozess oder „Entwicklung“(2) gesehen werden, welche Zwischenstadien und verschiedene Transformationen durchlaufen(3). Continue reading

Black Hole #3: Peirces Ikon, Index und Symbol – ein Wechselspiel?

Charles Sanders Peirce (1839-1914) entwickelte einen systematischen Zeichenbegriff, der von einer triadischen Grundstruktur ausgeht. Das Zeichen fungiert als Mittler zwischen dem repräsentierten Objekt und dem Rezipienten. Das Verhältnis des Zeichens zum Objekt teilt Peirce in drei Kategorien auf: das ikonische, das indexikalische und das symbolische Zeichen. Continue reading