transmediale Erzähltheorie

Das Salz der Erde: Die Zeit, der Modus und die Stimme der Erzählung

In einem ersten Schritt der Analyse habe ich bereits die drei Aspekte des Narrativen nach Gérard Genettes in „Die Erzählung“ entwickeltem Modell auf den Gegenstand des Dokumentarfilms übertragen. Nun gilt es, auf die komplexen Beziehungen unter den narrativen Schichten „discours“, „histoire“ und „événement“ bzw. „acte“ durch drei weitere Bestimmungen zu stoßen, um folglich den Darstellungsstrategien und Gestaltungsmitteln der kommunikativen Schicht des Films näherzukommen. Die Analyse soll dabei vorwiegend den Blick auf und durch die Bilder hindurch und damit den Einfluss des performativen Aspekts des Erzählens auf den „discours“ als materielle Ausdruckssubstanz systematisch erfassen, darf aber die „histoire“ als Geschichte vor der Linse – die (potenziell) transmediale Tiefenstruktur – nicht aus den Augen verlieren. Durch eine Bestimmung der medienspezifischen Probleme auf der Ebene der Zeit, der Darstellungsweisen und der Kommunikationssituation soll der Film im literaturwissenschaftlichen Modell gespiegelt werden, um vor diesem Spiegel Merkmale des Gegenstandes deutlicher hervortreten zu lassen. Schließlich fällt der Untersuchungsbereich einer narrativen Analyse nach Genette auf die Wechselbeziehungen der narrativen Aussage, des narrativen Inhalts und des narrativen Akts. Die drei weiteren Untersuchungsinstrumentarien „Zeit“, „Modus“ und „Stimme“ entstehen folglich durch Relationen der Erzählebenen zueinander und können damit nicht unabhängig von diesen beschrieben werden.

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